Ratgeber 

WAS IST WIRKLICH DRIN?
Das Zutatenverzeichnis von Lebensmitteln richtig lesen

Das Etikett auf einem Produkt gibt Auskunft über die enthaltenen Zutaten, wenn man es richtig zu interpretieren weiß. Foto: djd/SGS/stokkete-Fotolia

(djd). Nährwertangaben, Inhaltsstoffe, E-Nummern und Allergene - all diese Angaben finden sich auf den Etiketten von verpackten Lebensmitteln, etwa auf Sportlernahrung wie Eiweiß-Shakes oder Energie-Riegeln. Die dort abgedruckte Zutatenliste ist wie ein Rezept. Sie verrät, welche Zutaten in einem Produkt enthalten sind. Aber wie lassen sich diese Angaben richtig lesen? Die Lebensmittelexperten von SGS Institut Fresenius geben wichtige Tipps dazu.

Zutaten und Zusatzstoffe

Was viele Verbraucher nicht wissen: Die Reihenfolge der Bestandteile unter dem Stichwort Zutaten erfolgt keineswegs zufällig. Sie gibt die Mengenverhältnisse an. An erster Stelle steht die Hauptzutat, am Ende der Liste die Zutat, die den geringsten Anteil im Produkt ausmacht. Bei Energie-Riegeln zum Beispiel steht zuerst Getreide, meist gefolgt von Trockenobst und weiteren Zutaten. Ganz hinten in der Liste finden sich, sofern verwendet, zugesetzte Aromastoffe. 

Als Zutaten gelten auch Zusatzstoffe, erläutert Dr. Anja Hartl vom Lebensmittellabor SGS Institut Fresenius: "Zusatzstoffe werden Lebensmitteln aus technologischen Gründen hinzugefügt, etwa zur Säuerung oder zur Färbung. Dieser technologische Zweck muss auch immer genannt werden." Die Zutatenliste von Energie-Riegeln enthält dann beispielsweise "Säureregulator: Citronensäure", bei Eiweiß-Shakes "Emulgator: Soja-Lecithin". Alternativ zu ihrer Bezeichnung dürfen Zusatzstoffe auch mit ihrer E-Nummer angegeben werden, dann ist zum Beispiel "Säuerungsmittel: E 330" auf dem Etikett zu lesen. Da Zusatzstoffe meist in geringen Mengen im Produkt enthalten sind, findet man sie oft am Ende der Zutatenliste. 

Allergene sofort erkennen

Ganz wichtig für Allergiker: Die vierzehn Lebensmittel, die bei der europäischen Bevölkerung die häufigsten Lebensmittelallergien auslösen, etwa Soja, Eiereiweiß oder Milcheiweiß, müssen immer erkennbar sein. Sie sind im Zutatenverzeichnis meist zusätzlich fett gedruckt. "Die Kennzeichnungspflicht von Allergenen gilt ohne Wenn und Aber", erklärt SGS-Expertin Dr. Anja Hartl. Das heißt: Auch Stoffe, die einem Lebensmittel während der Produktion zwar zugesetzt, ihm aber anschließend wieder entzogen wurden, müssen auf dem Etikett genannt werden. Schließlich könnten auch Reste davon bei Allergikern gesundheitlich problematisch sein.


WAS KUNDEN BEI ÄRGER MIT HANDWERKERN TUN KÖNNEN
Ratgeber Recht: Ansprüche bei Unpünktlichkeit, Schäden und Mängeln

Oft sind Verbraucher ratlos, welche Rechte sie beim Umgang mit Handwerkern haben. Unpünktlichkeit, Schäden oder die Risiken der Schwarzarbeit sind einige Beispiele, wo guter Rat wichtig wäre. Foto: djd/Roland Rechtsschutz-Versicherungs-AG/johnnipicture - Fotolia

(djd). Meistens erledigen Handwerker ihre Arbeiten sorgfältig und professionell. Umso größer ist der Ärger beim Kunden, wenn es zu Unpünktlichkeiten oder zu Pfusch kommt. Oftmals sind Verbraucher ratlos, welche Rechte sie in solchen Fällen haben. 

Schadenersatz, wenn der Handwerker zu spät kommt? 

Für den Kunden ein Ärgernis, aus der Sicht des Handwerksbetriebs unvermeidlich: Für die Erledigung eines Auftrags gibt es immer ein ziemlich großes "Zeitfenster". Eine Spanne von vier Stunden, in der die Handwerker kommen können, ist dabei nicht ungewöhnlich. Viele Menschen müssen sich deshalb einen Tag Urlaub nehmen. Umso ärgerlicher, wenn der Handwerker auch in der vereinbarten Zeitspanne nicht erscheint. Doch hat man nun einen Anspruch auf Schadenersatz? "Einen solchen Anspruch habe ich als Kunde nur, wenn ich einen Verdienstausfall hatte. Das ist etwa bei einem Selbstständigen der Fall, der in der vertanen Zeit keine Einnahmen erzielen kann", klärt Roland-Partneranwalt Michael Reichwein aus der Limburger Kanzlei MHC Dr. Hilb & Collegen auf. Allein für vertane Freizeit habe man aber keinen Anspruch gegen den Handwerker. Und wie verhält es sich, wenn der Handwerker pünktlich eintrifft, aber vor verschlossenen Türen steht? "Wenn der Handwerker unverrichteter Dinge wegfährt, kann er die Anfahrtskosten in Rechnung stellen", so Reichwein.

Schäden sofort dokumentieren

Die neuen Möbel stehen, aber die Monteure haben beim Transport nicht aufgepasst und die Wände im Hausflur stark zerkratzt. Oder der Fußboden wurde vor dem Streichen nicht ordnungsgemäß abgeklebt und ist nun durch Farbflecke verunstaltet. Wer muss für den Schaden aufkommen? "Der Kunde muss nachweisen, dass die Handwerker den Schaden verursacht haben", so Michael Reichwein. Er rät allen Betroffenen, den Schaden sofort per Foto zu dokumentieren: "Am besten lässt man sich die Schäden dann direkt von den Handwerkern bestätigen. Bestreiten diese ihre Schuld, sollte man möglichst zeitnah einen Zeugen hinzuziehen."

Mängel unmittelbar rügen

Die Wandfliesen hängen schief, die Silikonfugen sind unsauber verarbeitet oder die Heizung läuft trotz Entlüftung immer noch nicht richtig. Wenn man einen Fachhandwerker beauftragt, ist es besonders ärgerlich, wenn die Qualität der Dienstleistung nicht stimmt. "Der Kunde sollte den Mangel sofort rügen - am besten schriftlich mit angemessener Fristsetzung -, und zwar spätestens dann, wenn der Handwerker das Werk fertiggestellt hat", rät Michael Reichwein. Solange erhebliche Mängel vorlägen, solle der Kunde die Abnahme verweigern. In diesem Fall könne man den Lohn auch vorerst einbehalten. Weitere Rechtstipps gibt es unter www.roland-rechtsschutz.de.

 

SO WIRD ONLINE-BANKING NOCH SICHERER
Ratgeber: Bereits einfache Regeln schützen vor Betrug und Missbrauch

Alle Bankgeschäfte von zu Hause aus erledigen: Mehr als die Hälfte der Bundesbürger nutzen mittlerweile Online-Banking. Foto: djd/Targobank/T.Pannell

(djd). Online-Banking gehört daheim und unterwegs bei immer mehr Bundesbürgern zum Alltag: Man kann bequem den Kontostand oder das Wertpapierdepot überprüfen, Überweisungen vornehmen und Daueraufträge einrichten. Nach einer Studie des Branchenverbandes Bitkom aus dem Jahr 2016 nutzen 51 Prozent der 16- bis 74-jährigen Deutschen Online-Banking, um ihre privaten Bankgeschäfte über das Internet abzuwickeln. Der EU-Durchschnitt liegt bei 46 Prozent. Von Quoten wie in Island oder Norwegen ist man hierzulande aber noch weit entfernt - in diesen Ländern erledigen rund 90 Prozent ihre Bankgeschäfte bereits online.

Sicherheitsstandards werden stetig weiterentwickelt

Dass nicht noch mehr Menschen in Deutschland Online-Banking betreiben, dürfte vor allem an der Furcht vor Betrug und Missbrauch liegen: Laut der Studie "Daten & Schutz 2015/2016" des GfK Vereins gaben fast 40 Prozent der Befragten an, diese Angst zu haben. Sicherheit und Datenschutz sind deshalb die wichtigsten Anforderungen der Verbraucher an Banking-Angebote im Netz. "Die Sicherheitsstandards beim Online-Banking werden von den Banken stetig weiterentwickelt", sagt etwa Ates Demir, Direktor Internet und Mobiles Banking bei der Targobank. Zusätzlich zur systemseitigen Absicherung von Transaktionen, regelmäßigen Sicherheitstests und zeitnaher Benachrichtigung der Kunden bei Verdachtsfällen gebe es für entsprechend registrierte Kunden bei der Targobank auch eine Online-Sicherheits-Garantie. "Das bedeutet, dass Geldbeträge, die durch Missbrauch der Zugangsdaten durch Dritte unrechtmäßig von einem Konto verfügt wurden, erstattet werden", so Demir.

SMS-Service und sichere Smartphone-Transaktionen

Ein Konto-SMS-Service bietet zusätzliche Sicherheit: Dabei wird der Kunde über Bewegungen auf dem Konto und bei Betragsanfragen auf der Kreditkarte innerhalb von Minuten benachrichtigt und kann Verdachtsfälle direkt an seine Bank melden. Per SMS wird man beispielsweise informiert, sobald Dispozinsen anfallen und Zahlungseingänge oder Abbuchungen stattfinden. Mehr Informationen: www.targobank.de.
Immer mehr Transaktionen werden heute über das Smartphone durchgeführt. Für das mobile Banking bietet jeder Finanzdienstleister Apps, um dessen Dienstleistungen auch unterwegs nutzen zu können. Auch im Bereich der Legitimationsverfahren hat sich viel getan. Einfach und sicher kann man seine Bankgeschäfte etwa mit der "easyTAN" erledigen. Der Kunde erhält eine Aufforderung zur Bestätigung einer Transaktion direkt aufs Handy. Er prüft und genehmigt die Transaktion mit dem von ihm gewählten Freigabecode. Die Freigabe wird an den Banking Server übermittelt und die Transaktion im Online-Banking ausgeführt.


KEINE CHANCE DEN DATENDIEBEN
Ratgeber: So kann man sich vor Datenklau im Internet schützen

Online-Einkäufe nehmen zu, Datenmissbrauch und Internetkriminalität leider auch. Foto: djd/www.DEVK.de

(djd). Die Gefahren durch Datenmissbrauch nehmen immer mehr zu. Kriminelle fischen im Internet etwa mit betrügerischen Mails, manipulierten Webseiten und Ausspähprogrammen systematisch nach Namen, Adressen, Geburtstagen und Bankdaten. Die Experten der Zeitschrift Finanztest verweisen in Ausgabe 1/2017 auf eine repräsentative Studie von TNS Infratest. Danach sind 23 Prozent der Deutschen schon einmal Opfer von Identitätsdiebstahl geworden. Datendiebe nutzen die Informationen, um im Internet Geschäften und illegalen Onlineaktivitäten nachzugehen - im Namen der Bestohlenen.

Online-Monitoring: Schutz vor Identitätsmissbrauch

Um zu verhindern, dass Betrüger leichtes Spiel haben, sollte man daher sparsam mit persönlichen Daten im Internet umgehen und für jeden Online-Dienst ein eigenes Passwort verwenden. Als sicheres Passwort gilt ein Mix aus mindestens acht Ziffern, Buchstaben und Sonderzeichen. Sinnvoll kann zudem ein sogenanntes Online-Monitoring sein, wie es beispielsweise die DEVK Rechtsschutzversicherung mit ihrem Identitäts-Schutz PLUS anbietet. Damit können Versicherte die Verbreitung ihrer persönlichen Identitätsdaten im Internet täglich beobachten lassen. Taucht etwa die eigene Kontoverbindung auf Seiten auf, die einen Missbrauchsverdacht nahelegen, wird der Versicherte sofort informiert. Werden die Daten im Internet unbefugt verbreitet, können sie gelöscht werden.

Seit Januar gilt der Identitäts-Schutz nicht nur wie bisher fürs Internet, sondern auch für sogenannte Darknets, etwa Netzwerke für Tauschbörsen, die für Außenstehende kaum zugänglich sind. Der Schutz erstreckt sich sogar ins Deep-Web, den versteckten Teil des Internets, der mit üblichen Suchmaschinen nicht auffindbar ist. Das Ausschnittprodukt "Identitäts-Schutz PLUS" leistet auch bei privaten Urheberrechtsverstößen. Es kostet 4,99 Euro im Monat und ist ohne Rechtsschutz separat abschließbar.

Der umfassendere Premium-Schutz bietet weitere Rechtsschutz-Services bei Datenklau - etwa, wenn man Rechnungen für Bestellungen erhält, die man gar nicht getätigt hat. Auch bei Mobbing im Internet, bei rufschädigenden Falschinformationen oder manipulierten Bildern gibt es Hilfe.

Wichtige Daten in der Cloud sicher speichern

Premium-Versicherte können wichtige Verträge, Dokumente oder Fotos in einem sogenannten Datentresor sichern. Der Kooperationspartner freenet.de speichert die Dateien verschlüsselt an zentraler Stelle in deutschen Rechenzentren. So sind die Dateien jederzeit vor Verlust geschützt - man kann sie verwalten und mit anderen teilen. Über die kostenlose DEVK Rechtsschutz App können Versicherte direkt vom Smartphone oder Tablet auf die Datencloud zugreifen.

 


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