Ratgeber

SCHADEN DURCH SCHLAGLÖCHER
Wer gut dokumentiert, hat Chancen auf Kostenrückerstattung

Unter bestimmten Umständen bekommt man die Reparatur der Schäden ersetzt. Foto: dtd/thx

(dtd). Im Frühjahr treten sie am häufigsten auf. Aber auch in allen anderen Jahreszeiten können sie unvermutet auftauchen und unter Umständen erheblichen Schaden anrichten. Die Rede ist von Schlaglöchern - und wie man als Betroffener am besten mit dadurch verursachten Schäden umgeht. 

Der Frost im Winter sprengt sie in den Asphalt. Doch nicht immer sorgt jemand dafür, dass die Schlaglöcher wieder gefüllt werden. Zwar sind sie auf vielbefahrenen Straßen meistens schnell wieder verschwunden. Ab und zu ist man aber auch in selten befahrenen Gebieten unterwegs. Wer in ein Schlagloch gerät, riskiert - je nach Geschwindigkeit - Schäden vom platten Reifen bis hin zu Defekten an der Achsaufhängung. 

Kommt es so weit, sollte man auf jeden Fall den Zustand der Straße und des Autos so gut wie möglich mit Bildern dokumentieren und die Polizei benachrichtigen. Sollten Zeugen in der Nähe sein, ist es immer von Nutzen auch sie nach Kontaktdaten zu fragen. Der Grund: Eigentlich obliegt der zuständigen Gemeinde die "Verkehrssicherungspflicht". Dennoch landen viele Fälle vor Gericht, da der Fahrer selbst wiederum verpflichtet ist, auf jeden Fall mit der korrekten Geschwindigkeit unterwegs zu sein. Dann trifft ihn eine Mitschuld. 
Hat jedoch die Gemeinde nicht deutlich genug auf die gefährliche Strecke hingewiesen oder aber die Schlaglöcher nicht schnell genug wieder aufgefüllt, besteht die Chance, dass sie für die Schäden am Auto aufkommen muss. Unter Umständen lohnt es sich also, die Schadenmeldung plus das Polizeiprotokoll bei der Kommune oder dem Landkreis einzufordern. Und je besser die Meldung belegt wird, desto wahrscheinlicher bekommt der betroffene Autobesitzer seine Werkstattkosten zurück.

 

GEFAHR AUS DEM NETZ
Ratgeber: So können sich Verbraucher effektiv vor Cyber-Risiken schützen

Das Leben spielt sich zunehmend im Internet ab - entsprechend groß sind mittlerweile allerdings auch die Gefahren aus dem Netz. Foto: djd/Roland Rechtsschutz-Versicherungs-AG/gpointstudio-Fotolia

(djd). Früher wurde das Portemonnaie mit allen wichtigen Daten gestohlen - heute ergaunern sich Betrüger dieselben Informationen unbemerkt im Netz. Früher stritten Kinder auf dem Schulhof - heute wird Mobbing im Internet zu einem immer größer werdenden Problem. Früher brachte man defekte Ware direkt zum Händler zurück - heute ist es oftmals sehr schwierig, einem Online-Händler eine Vertragsverletzung nachzuweisen. Drei Beispiele, wie sich das alltägliche Leben mit den entsprechenden Risiken ins Internet verlagert hat.

Spezielle Rechtsschutz-Versicherung meist nicht nötig

Jeder Durchschnittsbürger bewegt heute über das Internet Datenmengen, die früher undenkbar schienen. Diese Daten sind zunehmend vernetzt - und damit steigt auch das Risiko für Cyberangriffe enorm an. Computerkriminalität in Form von Hackerangriffen oder Malware sorgt weltweit für hohe Schäden, und zwar nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch bei den Verbrauchern selbst. Vor diesem Hintergrund haben Rechtsschutz-Anbieter bereits eigene Internetprodukte entwickelt.
Tatsächlich ist eine spezielle Versicherung meist aber gar nicht nötig. Verbraucher sollten nur prüfen, ob eine Police entsprechende Bausteine enthält. Mit dem Einzel-Baustein "Privat" und dem Online-Service-Portal "JurWay" von Roland Rechtsschutz beispielsweise können sich Versicherte ohne eigenes Kostenrisiko im Falle eines Falles zur Wehr setzen. Über das Service-Portal kann man zudem alle Rechtsfragen auch online durch einen Anwalt einschätzen lassen - und das bereits, bevor der Rechtsstreit eskaliert.
Das Internet macht viele Dinge im Leben einfacher. Und wer sich gegen die Gefahren aus dem Netz abgesichert hat, kann sorgenfrei alle Vorteile nutzen.


NUR MAL KURZ NICHT AUFGEPASST
Die private Haftpflichtversicherung schützt vor Schadensersatzansprüchen

Ein unüberlegter Schritt - und schon nimmt das Unglück seinen Lauf. Foto: djd/Nürnberger Versicherung/Getty

(djd). Es ging alles so schnell - und schon war das Smartphone des Bekannten kaputt. Dabei wollte man sich nur schnell ein Video anschauen. Dann ist das Gerät einfach aus der Hand gerutscht, mit der Ecke aufgeschlagen - und nun lässt es sich nicht mehr bedienen. So etwas kann jedem passieren. Und es kann richtig teuer werden. Denn eine andere Person oder ihren Besitz versehentlich zu schädigen, hat zur Folge, dass man für den Schaden haften muss. Gut beraten ist, wer sich in solch einem Fall auf eine private Haftpflichtversicherung verlassen kann, die für den entstandenen Schaden einsteht.

Kinder und Partner mitversichern

Weil es auch im ganz normalen Alltag leicht zu kostenintensiven Schadensfällen kommen kann, sollte wirklich jeder über eine private Haftpflichtversicherung geschützt sein. Aber nicht jeder muss über eine eigene Police verfügen. Bei der Nürnberger Versicherung zum Beispiel sind ledige Kinder, die im Haushalt des Versicherungsnehmers leben, grundsätzlich mitversichert. Wer als ehemaliger Single seinen Partner in seine Haftpflichtversicherung aufnehmen lassen möchte, kann dies tun, wenn beide in einem gemeinsamen Haushalt leben. In diesem Fall gibt es nur eine Einschränkung: Sind die Partner in einem Partnertarif versichert, sind gegenseitige Ansprüche ausgeschlossen. Weitere Informationen findet man auf www.nuernberger.de.

Forderungsausfalldeckung

Ist man selbst der Geschädigte, der Schädiger aber weder haftpflichtversichert noch in der Lage, für den Schaden selbst aufzukommen, scheint die Lage aussichtslos. Es sei denn, die eigene Haftpflichtversicherung schließt auch die Forderungsausfalldeckung ein. Sie begleicht in solchen Fällen die finanziellen Folgen des Schadens, der einem selbst zugefügt wurde. Ein Fußgänger übersieht ein Fahrrad, der Fahrer stürzt beim Ausweichmanöver schwer und ist danach querschnittsgelähmt. Unfallverursacher ist der Fußgänger. Er hat keine Haftpflichtversicherung und kann den Schaden finanziell nicht übernehmen. Ist in der Privat-Haftpflichtversicherung des Opfers die Forderungsausfalldeckung eingeschlossen, erhält der Geschädigte von seinem eigenen Haftpflichtversicherer finanzielle Leistungen.


OFTMALS EIN BUCH MIT SIEBEN SIEGELN
Immobilien: Bauherren sollten den Bauwerkvertrag gründlich prüfen lassen

Angehende Bauherren sollten den Bauwerkvertrag von einem Fachmann prüfen lassen, um sich vor unangenehmen Fallstricken und nachteiligen Klauseln zu schützen. Foto: djd/Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende/shutterstock

(djd). Angehenden Bauherren werden von Hausbauunternehmen meist vorformulierte Vertragsbedingungen oder Bauwerkverträge vorgelegt. Diese müssen sich zwar im gesetzlichen Rahmen bewegen, bieten dennoch auch Möglichkeiten, eine der beiden Vertragsparteien unverhältnismäßig zu bevor- oder zu benachteiligen. "Für den Laien hören sich viele Begriffe und Formulierungen in Verträgen an wie böhmische Dörfer. Zu oft scheuen Bauherren davor zurück, über einzelne ungünstige Formulierungen zu verhandeln, weil sie sich dem nicht gewachsen fühlen oder den Inhalt schlicht nicht verstehen", warnt Florian Haas, Finanzexperte und Vorstand der Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende. Dabei sollte sich aber jeder Bauherr darüber im Klaren sein, dass ihm ein zu seinen Ungunsten formulierter Vertrag teuer zu stehen kommen kann.

Interessen beider Vertragspartner müssen berücksichtigt sein

Dies beginnt bei den Pflichten der Vertragspartner, der Beschreibung des Leistungsumfangs, dem Zahlungsplan, der Stellung gegenseitiger Sicherheiten bis hin zu den vereinbarten Formalien wie etwa Fristen und der Abnahme. "Jeder Vertrag ist ein Kompromiss, sollte ausgewogen sein und wenn möglich die berechtigten Interessen beider Vertragsparteien berücksichtigen", erklärt Florian Haas. Oft würden die Firmen aber auf die Karte Unwissenheit der Bauherren setzen und versuchen, für sich selbst vorteilhafte Vereinbarungen durchzusetzen. Haas rät angehenden Bauherren deshalb dazu, den vorgelegten Vertragsentwurf vor der Beurkundung von einem Fachmann prüfen zu lassen, um sich vor unangenehmen Fallstricken und nachteiligen Klauseln zu schützen. Mitglieder der Schutzgemeinschaft können sich einen Fachanwalt vermitteln lassen. Mehr Informationen gibt es unter www.finanzierungsschutz.de.

Eindeutiger Vertragsgegenstand und Vertragsgrundlagen

So sollte beispielsweise im Bauwerkvertrag der Vertragsgegenstand eindeutig definiert werden. "Sämtliche in den vorbereitenden Verkaufs- und Planungsgesprächen getroffenen Vereinbarungen müssen in den Vertrag aufgenommen werden, darauf sollten Bauherren achten", so Florian Haas. Letztlich zähle nur das, was tatsächlich im Vertrag vereinbart wird. Die Bau- und Leistungsbeschreibung wiederum ist die Grundlage der im Vertrag vereinbarten geschuldeten Bauleistung. "Häufig sind Leistungsumfang, Ausstattungsstandard sowie Qualität und Güte der Baustoffe und Materialien nicht konkret, teilweise sogar unvollständig dargestellt", warnt Haas. Je detaillierter die Bau- und Leistungsbeschreibung sei, desto höher sei die Rechtssicherheit für den Bauherren. 

 

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